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Eine Vision wird Wirklichkeit 
 
Von der Befreiung des Blicks bis zum personalisierten Gleitsichtglas: Die Gleitsichtgläser wurden in den letzen 50 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und bieten heute einen Sehkomfort, der vergessen lässt, dass man überhaupt eine Brille trägt.

Als Bernard Maitenaz 1959 das erste Gleitsichtglas, das Varilux, der Öffentlichkeit vorstellt, reagiert die Fachwelt mit einer Mischung aus Faszination und Skepsis. Denn was der junge Ingenieur des französischen Augenoptik-Unternehmens Essel (heute Essilor) entwickelt hat, widerspricht allen damals bekannten Grundsätzen der Augenoptik.

Maitenaz wollte es einfach nicht hinnehmen, dass alterssichtige Brillenträger mit einem „Knick in der Optik“ leben mussten. Bis die Varilux Gläser auf den Markt kamen, stellten Bifokalgläser die einzige Möglichkeit dar, die altersbedingte Schwierigkeit, Objekte im Nahbereich zu fokussieren, mit einem einzigen Brillenglas zu korrigieren. Allerdings trennten diese Mehrstärkengläser das Gesichtsfeld in einen Nah- und einen Fernbereich. Mit einem Kunstgriff, dem freilich aufwändigste Berechnungen vorausgingen, gelang Maitenaz die Befreiung des Blicks. Er verlieh den Varilux Gläsern komplexe Kurven, die die unterschiedlichen Korrektionsstufen für Weitsicht, mittlere Distanzen und Fernsicht stufenlos abbilden. Ein erstes Patent für diese progressiven Gläser meldete Maitenaz bereits 1953 an.

 

Neue Fertigungsmittel für die Befreiung des Blicks

Doch Maitenaz beschäftigt sich nicht nur damit, die Oberfl äche der Gläser zu berechnen, sondern schafft auch wichtige Voraussetzungen für ihre Produktion. Denn die etablierten Fertigungsprozesse und Prüfmittel waren für die Herstellung von Gleitsichtgläsern völlig ungeeignet, da die komplexen Kurven eine präzisere Oberfl ächenbearbeitung verlangen.
So beginnt Maitenaz, der sowohl Augenoptik als auch Maschinenbau studiert hat, mit der Entwicklung neuer Maschinen und Verfahren.

Kritiker der Gleitsichtgläser monieren die Verzerrungen an den Glasrändern, die bei den ersten Generationen nicht beseitigt werden konnten. Doch Maitenaz lässt sich nicht beirren. Denn er hat erkannt, dass das Sehen ein Prozess ist, der vor allem im Kopf stattfi ndet. Mit der Zeit fi ltert das Gehirn die Verzerrungen an den Seiten automatisch heraus, so dass sie nicht mehr bewusst wahrgenommen werden. Auf diese Weise „lernen“ die meisten Brillenträger schnell, komfortabel durch das Gleitsichtglas zu sehen. Zudem verbessert Essilor die Varilux Gläser immer weiter, so dass heute praktisch keine Verzerrung den Sehkomfort stört.

Alterssichtigen ein natürliches, komfortables Sehen zu ermöglichen – das war Bernard Maitenaz’ Vision. Konsequent weitergedacht bedeutet dies: Brillengläser sollen sich dem Träger anpassen, nicht umgekehrt. Damit diese Vision Wirklichkeit wird, investiert Essilor 5 Prozent des Umsatzes in die Varilux Forschung und kooperiert mit Universitäten weltweit. Die wissenschaftlichen Untersuchungen konzentrieren sich auf die Physiologie des menschlichen Auges und insbesondere auf die Wechselwirkungen zwischen Auge und Gehirn sowie zwischen Blickverhalten und Brillengläsern. Die Forschungen münden immer wieder in Aufsehen erregende Innovationen, wie zum Beispiel Varilux Ipseo – ein Gleitsichtglas, das die individuellen Kopf- und Augenbewegungen beim Sehen berücksichtigt und den Einstieg in das maßgeschneiderte Brillenglas der Zukunft darstellt. Oder Varilux Physio – dieses Gleitsichtglas ermöglicht dank der bahnbrechenden Wellenfronttechnologie ein größeres Gesichtsfeld und ein noch schärferes, noch kontrastreicheres, kurzum: hochaufl ösendes Sehen. Ein Quantensprung an Sehqualität, der vergleichbar ist mit dem Qualitätssprung vom VHS-Video zur DVD.

 

Forschen für die Zukunft des Sehens

Heute arbeiten in den 4 Essilor Forschungs- und Entwicklungszentren in Frankreich, den USA, Japan und Singapur 500 Forscher an innovativen Konzepten, neuen Oberfl ächen und Messmethoden. Virtuelle Welten gehören in den Labors längst zum Alltag. So hat Essilor auf dieser Basis ein Visualisierungssystem entwickelt, mit dem sich die optischen Wirkungen von getesteten Gläsern simulieren und variieren lassen.
Das System erkennt die Kopfbewegungen des Trägers und erfasst seinen exakten Blickpunkt 120-mal pro Sekunde. Aufgrund dieser Ergebnisse können dann die Leistungen der Gläser verfeinert werden. Das erste Glas, das mithilfe virtueller Realität entwickelt wurde, ist Varilux Ipseo New Edition, ein hochpersonalisiertes Glas, das optimal auf die individuellen Sehbedürfnisse des Trägers abgestimmt ist und ein unübertroffen dynamisches Sehen garantiert. Auch das Gleitsichtglas der Zukunft hat Essilor schon fest im Blick: Ein aktives, intelligentes Glas, dessen Design sich in Echtzeit ändern und an sämtliche Alltagssituationen anpassen kann.

 

Die «Varilux Story»

1953 : Bernard Maitenaz meldet ein erstes Patent für Gleitsichtgläser an.

1959: Die ersten Varilux Gleitsichtgläser werden der Öffentlichkeit vorgestellt.

1964: In Anwender-Seminaren lernen Augenoptiker, die Varilux Gläser perfekt einzupassen. Durch diese Veranstaltungen wird Varilux zur meistdiskutierten Innovation der Branche.

1972: Essel und Silor schließen sich zu Essilor zusammen. Die 2. Generation, Varilux 2, kommt auf den Markt.

1985: Kooperation mit der NASA: Astronauten testen Gleitsichtgläser von Essilor in der Schwerelosigkeit. Die Ergebnisse bestätigen die Effi zienz der Varilux Gläser. Wenig später entwickelt Essilor in Zusammenarbeit mit der skandinavischen Airline SAS spezielle Gleitsichtgläser für Piloten (Varilux Pilot).

1988: Die 3. Generation: Die neuen Varilux Gleitsichtgläser mit variabler Geometrie berücksichtigen den individuellen Verlauf der Alterssichtigkeit des Brillenträgers.

1993: Die 4. Generation: Varilux Comfort mit verbesserter visueller Ergonomie erleichtert die Gewöhnung an das Gleitsichtsehen.

2000: Die 5. Generation: Varilux Panamic erweitert das Sehfeld und ermöglicht eine Gewöhnung in Rekordzeit.

2004: Varilux Ipseo: Die erste Generation der Premium-Gleitsichtgläser trägt den individuellen Kopf- und Augenbewegungen Rechnung.
Varilux Ellipse - das erste Gleitsichtglas, das sich auch in kleine Fassungen einsetzen lässt.

2005: Mit Varilux Road Pilot und Varilux Computer präsentiert Essilor Gleitsichtgläser, die speziell auf die Bedürfnisse von Autofahrern und Bildschirmarbeitern zugeschnitten sind.

2006: Die hochauflösenden Varilux Physio Gläser lassen den Traum vom natürlichen Sehen Wirklichkeit werden.

2007: Varilux Physio f-360º verbessert die Kontrastwahrnehmung, bietet noch mehr Sehschärfe und berücksichtigt als personalisiertes Brillenglas auch individuelle Trageparameter.

2008: Varilux Ipseo New Edition - eine neue Dimension personalisierter Gleitsichtgläser mit Bildstabilisator.

2009: Essilor feiert den 50. Geburtstag der Varilux Gläser und die Innovation geht weiter.


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